Donnerstag, 19. Januar 2012

Low-Drop-Spannungsregler

Aus Gründen entworfen und (noch) nicht realisiert: Ein Spannungsregler mit wenig erforderlichem Spannungsabfall vom Eingang zum Ausgang. Die Verwendung eines PNP-Transistors als Leistungstransistor und der Verzicht auf eine Darlingtonschaltung oder ähnliches macht es möglich, mit unter einem halben Volt Spannungsabfall auszukommen. Die Regelung selbst ist transistorisiert und daher nicht so präzise wie es mit einem OP möglich wäre.


Der linke Strang produziert per Zenerdiode eine Referenzspannung, der rechte Strang per Spannungsteiler die dazu passend skalierte Ausgangsspannung. Per Emitterfolger etwas belastbarer gemacht, landet sie am Emitter des eigentlichen Regeltransistors. Solange sie niedrig genug ist (gegenüber der Zenerspannung an der Basis), leitet der Transistor und produziert damit Basisstrom für den Leistungstransistor, und die Ausgangsspannung nimmt zu, bis der Regeltransistor zumacht.


Der Emitterfolger ist nur nötig, weil der Leistungstransistor noch relativ viel Basisstrom aufnimmt und der Spannungsteiler für die Ausgangsspannung nicht so niederohmig dimensioniert werden soll, daß er den Basisstrom (durch den Regeltransistor) liefern kann, ohne dadurch zu sehr 'gezogen' zu werden.


Das Ganze ist nicht getestet, für Schwingungsfestigkeit gehören ein paar Kondensatoren dazu; keine eigene Kurzschlußfestigkeit, und möglicherweise Bedarf für den einen oder anderen Widerstand, um Leckströme 'wegzufressen'. Benötigt nur für ein paar dieser modischen Farbwechselleuchtdioden zum Betrieb aus einem Steckernetzteil, aber wie es aussieht, ist der low-drop-Teil nicht erforderlich, und ein Transistor/Widerstand/Zenerdiode sollte reichen.

Sonntag, 6. März 2011

Lotto

Für jeden Euro Lottoeinsatz bekommt man etwa 50 Cent wieder an Gewinnen raus. Es ist also ein reines Verlustgeschäft. Da ein Gutteil der 50 Cent auch noch für die Fütterung der großen Gewinne draufgeht, ist die Gewinnquote, die man persönlich typischerweise beobachtet, noch deutlich niedriger. (Man kann das Ganze auch als Mäzenatentum für (mehr oder weniger) Dumme ansehen, weil Lottogelder zu einem Gutteil in solchen Töpfen landen.)

Nur ist der Erwartungswert nicht alles. In einem rundenorientierten Spiel, in dem der erste Spieler bereits das Ziel erreicht hat, muß ich, um noch zu gewinnen, in dieser Runde genug Punkte machen, um ihn einzuholen. Während ich am Anfang des Spiels so spiele, daß der Erwartungswert an erreichten Punkten möglichst hoch wird, muß ich in dieser Situation offensichtlich anders vorgehen und die Wahrscheinlichkeit maximieren, daß ich über eine bestimmte Punktzahl komme. Das bedeutet z.B. so lange zu würfeln, bis ich rausfliege oder die Zielpunktzahl erreiche, und eben nicht nur so lange, bis das Risiko, bereits erwürfelte Punkte zu verlieren, die Chance auf weitere Punkte überwiegt.

Und in diesem Sinn 'ich möchte eine gewisse (minimale) Chance auf viel Geld' ist Lottospielen sinnvoll.

Freitag, 4. März 2011

Aufnahmetechnik

Schon wieder eine Weile her, aber das ist der Setup, auf den sich meine Aufnahmen eingependelt haben. Manche Dinge lassen sich miniaturisieren (der Recorder), andere nicht (die Mikrofone), jedenfalls nicht ohne mehr Rauschen in Kauf zu nehmen. Nur die Box für die Phantomspeisung enthält jede Menge Luft. Nachdem Klangschalen nicht sonderlich laut sind, ist Rauscharmut hier sehr wichtig, und der Schirm hält ein wenig Publikumsgeräusch von den Mikrofonen fern.

Samstag, 26. Dezember 2009

Südwestmail: Naja

Vor einiger Zeit tauchte bei uns ein Brief auf, den irgendjemand offensichtlich falsch eingeworfen hat. Adressiert Nr. 3, wir sind Nr. 17. Weder hier noch dort gibt es jemanden mit diesem Namen.

Also bei der nächsten Gelegenheit zur Post mitgenommen, und die haben dann bemerkt, daß das Ding gar nicht mit der gelben Post, sondern per Südwestmail gekommen ist. Ich erinnere mich nicht genau, was da gesagte wurde; jedenfalls kam der Brief wieder mit nach Hause.

Dann habe ich nach dem Transporteur gegoogelt und die Webseiten gefunden. Eine FAQ, aber genau nichts zum Thema Fehlzustellungen. Als Kontaktmöglichkeiten Telefonnummern (nur tagsüber erreichbar, vermutlich) und ein Kontaktformular, das eine Telefonnummer und einen Firmennamen zwingend erfordert, eine Emailadresse aber nur optional. Entsprechend gefrustet kurz gefaßt und deren eigene Telefonnummer in das Feld geworfen.

Im Impressum dann doch eine Emailadresse gefunden, aber der Link verweist wieder auf das Kontaktformular, und die sichtbare Adresse ist ein Bild, kein Text. Abgetippt, mein Anliegen geschildert, und eine automatische Antwort bekommen, daß die Mail wegen Urlaub der betroffenen Person bis zum 7.1 liegen bleiben wird, plus eine Telefonnummer.

Gleichen Sachverhalt dem Absender (Autohaus, Emailadresse vorhanden) gemailt: Bislang keine Antwort.

Dann nochmal das Kontaktformular benutzt, und tatsächlich eine Antwort bekommen. Entweder den Brief bei der Briefpostfirma vorbeibringen oder anrufen (jetzt immerhin ein 0800-Nummer), um eine Abholung zu vereinbaren.

Fazit: Da will eine Firma Rosinen picken (Südwestmail ist kaum ein Universaldienstleister) und damit Geld machen, logischerweise, und ich soll denen dann auch noch kostenlos zuarbeiten, was ja schon mit der Notwendigkeit der Recherche eines Kontakts anfing.

Ich denke, ich werde den Brief dann unfrei an den Absender zurückgehen lassen, per gelber Post. Der Briefkasten liegt nämlich auf dem Weg, und ich muß dazu nicht zu bestimmten Zeiten telefonieren oder zu Hause sein.

Südwestmailer: Es wäre wirklich sinnvoll, gleich auf dem Freistempler für Störfälle eine Telefonnummer (und zwar 0800) und eine Email-Adresse anzugeben. Oder gemeldete Irrläufer mit einem passend adressierten Freiumschlag (für die gelbe Post) und ein paar Briefmarken o.ä. als Kompensation für die Recherchearbeit.

Dienstag, 17. November 2009

map (chr.(158-).ord)

Mein Lieblingsfitzel Haskell. Der Ausdruck ist eine Funktion, die eine Zeichenkette als Argument erwartet und eine andere zurückliefert, die jedes Zeichen durch 158 minus originalen Zeichenwert ersetzt. Angewandt auf "oo~W909,=*9:~8529r~:/~0/*~9:5*~58~%/)~2/(9~%/),~'/,3", damit der
Klartext nicht im Quellcode steht.

Das in Java zu schreiben ist kein Fest. Und nicht annähernd so kurz. Und vor allem bekommt man das Idiom nicht hin. Was hier passiert, ist nämlich, daß man eine Funktion '(chr.(158-).ord)' schreibt, die man mit map auf jedes Zeichen des Argumentstrings losläßt, und aus den Resultaten wird ein neuer String gebaut und als Resultat zurückgegeben. (Das geht hier so elegant, weil Strings in Haskell einfach Listen von Zeichen sind, und map arbeitet generisch auf Listen.) In Java eine Methode schreiben, die irgendeine Funktion derart auf Listen anwendet und dann die Funktion selbst zu definieren, artet einfach nur in Arbeit aus.

Dann wird jedes Fragment einzeln verständlicher, aber man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Sonntag, 15. November 2009

Fonic-Erfahrungen

Naja, inzwischen habe ich das Ding eine Weile, und bereue es nicht. Erstmal, nachdem ich grundsätzlich immer per ssh-Portforwarding auf einen vertrauenswürdigen Proxy surfe, ist mir die ganze neulich wieder hochgekochte Bilderstürmer- und Deep-Packet-Inspection-Geschichte der Mobilprovider egal.

Ansonsten: Da ist eine Java-Einwahl-etc-pp-Software dabei, die direkt aus dem Hades der GUI-Richtlinien stammt. Sie versorgt den Stick mit der PIN, man kann Konstostand abfragen und modifizieren, SMS schicken und empfangen, und natürlich sich einwählen. Auf dem Mac ist das immer damit verbunden, daß das OS fragt, ob man ein neu gefundenes Netzwerkgerät konfigurieren möchte (nein, will man nicht). Das Icon sieht arg hochskaliert aus, und die Applikation fragt nach einem Cmd-Q immer (egal, ob verbunden oder nicht), ob man das wirklich will. Das könnte man alles besser machen. Viel besser.

Aber: Es funktioniert jedenfalls. Nur wenn man sich bewegt, gibt es etwas erratisch Verbindungsabbrüche, und ich habe keine Ahnung, wo man den Timeout dafür hochdrehen könnte. (Mein olles K600i unter Linux segelt problemlos durch minutenlange Funklöcher, und danach geht es einfach weiter.)

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Dumme Fehler

Nachdem der Bilder-Hostname nach zwei Wochen immer noch nicht richtig aufgelöst wurde, dämmerte mir, daß doch was falsch sein muß. Und irgendwann fiel mir auf, daß
# ch   A 1.2.3.4
nicht ganz den richtigen Effekt hat. Hint:
; ch   A 1.2.3.4
Ich weiß zwar nicht, was bind aus ersterem macht, aber offensichtlich nicht das Erwartete.

Und dabei echauffiere ich mich über die Leute, die nicht die richtigen Kommentarzeichen für das jeweilige Dateiformat hinbekommen...