Samstag, 26. Dezember 2009

Südwestmail: Naja

Vor einiger Zeit tauchte bei uns ein Brief auf, den irgendjemand offensichtlich falsch eingeworfen hat. Adressiert Nr. 3, wir sind Nr. 17. Weder hier noch dort gibt es jemanden mit diesem Namen.

Also bei der nächsten Gelegenheit zur Post mitgenommen, und die haben dann bemerkt, daß das Ding gar nicht mit der gelben Post, sondern per Südwestmail gekommen ist. Ich erinnere mich nicht genau, was da gesagte wurde; jedenfalls kam der Brief wieder mit nach Hause.

Dann habe ich nach dem Transporteur gegoogelt und die Webseiten gefunden. Eine FAQ, aber genau nichts zum Thema Fehlzustellungen. Als Kontaktmöglichkeiten Telefonnummern (nur tagsüber erreichbar, vermutlich) und ein Kontaktformular, das eine Telefonnummer und einen Firmennamen zwingend erfordert, eine Emailadresse aber nur optional. Entsprechend gefrustet kurz gefaßt und deren eigene Telefonnummer in das Feld geworfen.

Im Impressum dann doch eine Emailadresse gefunden, aber der Link verweist wieder auf das Kontaktformular, und die sichtbare Adresse ist ein Bild, kein Text. Abgetippt, mein Anliegen geschildert, und eine automatische Antwort bekommen, daß die Mail wegen Urlaub der betroffenen Person bis zum 7.1 liegen bleiben wird, plus eine Telefonnummer.

Gleichen Sachverhalt dem Absender (Autohaus, Emailadresse vorhanden) gemailt: Bislang keine Antwort.

Dann nochmal das Kontaktformular benutzt, und tatsächlich eine Antwort bekommen. Entweder den Brief bei der Briefpostfirma vorbeibringen oder anrufen (jetzt immerhin ein 0800-Nummer), um eine Abholung zu vereinbaren.

Fazit: Da will eine Firma Rosinen picken (Südwestmail ist kaum ein Universaldienstleister) und damit Geld machen, logischerweise, und ich soll denen dann auch noch kostenlos zuarbeiten, was ja schon mit der Notwendigkeit der Recherche eines Kontakts anfing.

Ich denke, ich werde den Brief dann unfrei an den Absender zurückgehen lassen, per gelber Post. Der Briefkasten liegt nämlich auf dem Weg, und ich muß dazu nicht zu bestimmten Zeiten telefonieren oder zu Hause sein.

Südwestmailer: Es wäre wirklich sinnvoll, gleich auf dem Freistempler für Störfälle eine Telefonnummer (und zwar 0800) und eine Email-Adresse anzugeben. Oder gemeldete Irrläufer mit einem passend adressierten Freiumschlag (für die gelbe Post) und ein paar Briefmarken o.ä. als Kompensation für die Recherchearbeit.

Dienstag, 17. November 2009

map (chr.(158-).ord)

Mein Lieblingsfitzel Haskell. Der Ausdruck ist eine Funktion, die eine Zeichenkette als Argument erwartet und eine andere zurückliefert, die jedes Zeichen durch 158 minus originalen Zeichenwert ersetzt. Angewandt auf "oo~W909,=*9:~8529r~:/~0/*~9:5*~58~%/)~2/(9~%/),~'/,3", damit der
Klartext nicht im Quellcode steht.

Das in Java zu schreiben ist kein Fest. Und nicht annähernd so kurz. Und vor allem bekommt man das Idiom nicht hin. Was hier passiert, ist nämlich, daß man eine Funktion '(chr.(158-).ord)' schreibt, die man mit map auf jedes Zeichen des Argumentstrings losläßt, und aus den Resultaten wird ein neuer String gebaut und als Resultat zurückgegeben. (Das geht hier so elegant, weil Strings in Haskell einfach Listen von Zeichen sind, und map arbeitet generisch auf Listen.) In Java eine Methode schreiben, die irgendeine Funktion derart auf Listen anwendet und dann die Funktion selbst zu definieren, artet einfach nur in Arbeit aus.

Dann wird jedes Fragment einzeln verständlicher, aber man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Sonntag, 15. November 2009

Fonic-Erfahrungen

Naja, inzwischen habe ich das Ding eine Weile, und bereue es nicht. Erstmal, nachdem ich grundsätzlich immer per ssh-Portforwarding auf einen vertrauenswürdigen Proxy surfe, ist mir die ganze neulich wieder hochgekochte Bilderstürmer- und Deep-Packet-Inspection-Geschichte der Mobilprovider egal.

Ansonsten: Da ist eine Java-Einwahl-etc-pp-Software dabei, die direkt aus dem Hades der GUI-Richtlinien stammt. Sie versorgt den Stick mit der PIN, man kann Konstostand abfragen und modifizieren, SMS schicken und empfangen, und natürlich sich einwählen. Auf dem Mac ist das immer damit verbunden, daß das OS fragt, ob man ein neu gefundenes Netzwerkgerät konfigurieren möchte (nein, will man nicht). Das Icon sieht arg hochskaliert aus, und die Applikation fragt nach einem Cmd-Q immer (egal, ob verbunden oder nicht), ob man das wirklich will. Das könnte man alles besser machen. Viel besser.

Aber: Es funktioniert jedenfalls. Nur wenn man sich bewegt, gibt es etwas erratisch Verbindungsabbrüche, und ich habe keine Ahnung, wo man den Timeout dafür hochdrehen könnte. (Mein olles K600i unter Linux segelt problemlos durch minutenlange Funklöcher, und danach geht es einfach weiter.)

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Dumme Fehler

Nachdem der Bilder-Hostname nach zwei Wochen immer noch nicht richtig aufgelöst wurde, dämmerte mir, daß doch was falsch sein muß. Und irgendwann fiel mir auf, daß
# ch   A 1.2.3.4
nicht ganz den richtigen Effekt hat. Hint:
; ch   A 1.2.3.4
Ich weiß zwar nicht, was bind aus ersterem macht, aber offensichtlich nicht das Erwartete.

Und dabei echauffiere ich mich über die Leute, die nicht die richtigen Kommentarzeichen für das jeweilige Dateiformat hinbekommen...

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Bildersturm

Der Hoster, bei dem ich den Vserver unter ch.iocl.org betreibe, mußte wohl etwas plötzlich auf neue Adressen umnummerieren. Nicht genug Vorwarnzeit, die TTL im Nameserver bei mir runterzusetzen. Die neue Adresse ist eingetragen, aber es wird wohl noch dauern, bis die Bilder hier im Blog wieder überall zu sehen sind.

Freitag, 18. September 2009

Mein Gott, es spricht!

MacBook. Benimmt sich plötzlich seltsam, mit einem schwarzen Rahmen um ziemlich wahlfreie (und manchmal nicht mehr aktuelle) Fensterteile. Merkwürdig. Außerdem sind die Sonderfunktionen (Helligkeit etc.) plötzlich nur mit 'fn' erreichbar, und umgekehrt. Die halbe Lösung: Nachdem ich die Lautstärke hochdrehte, laberte die Kiste vor sich hin. TextSpeech oder wie das heißt. Noch 'ne Weile später war klar, daß das mit Cmd-F5 eingeschaltet wird; arg dicht am anderen Cmd-F5, mit dem man gitk einen Refresh verordnet. Hrmpf. Was das Ding nicht alles kann...

Mittwoch, 9. September 2009

Zahnarzt...

...überstanden... War auch nicht viel zu fürchten, aber mein Körper weiß das immer noch nicht. Anyway, interessant eigentlich: Immer noch ein papiernes Terminbuch, aber Röntgengerät mit elektrischem Sensor statt Film und direktem Transfer in das Behandlungszimmer. Blöderweise nicht vorher geguckt, wie das Ding aussah, was ich in den Mund bekommen hatte. Sah aber nicht wie was CCD-artiges aus.